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Animal Care Austria für Ungarn

Yedi (früher Yeti)

Liebe Frau Böhm,

jetzt gehört Yedi schon 1 3/4 Jahr zu unserer Familie und wir denken, Sie freuen sich vielleicht zu hören, wie es ihm geht.

Vorab: Wir sind überglücklich dass Yedi zu uns gehört, wir lieben ihn sehr und wollen ihn nie wieder missen.

Yedi hat anfangs ein bisschen gebraucht um Vertrauen zu fassen und sich selbstbewußt und sicher zu fühlen. Wir konnten ihn sehr schnell frei laufen lassen, da er uns eigentlich kaum von der Seite gewichen ist und auf Rückruf hat er zuverlässig gehört. Mein Mann war schnell sein Lieblingsmensch, der mit ihm auch kleine Schwierigkeiten meistern konnte. 

Gleichzeitig waren wir ihm aber eine Weile noch nicht wirklich geheuer. Oft ist er noch zusammengezuckt, wenn wir eine schnelle oder für ihn unerwartete Bewegung gemacht haben. Spielen war nur eingeschränkt möglich, als ob er nicht genau wüßte, was er damit anfangen soll. 

Manche Dinge, die wir ihm beibringen wollten hat er sehr schnell verstanden und angenommen. Bei anderen Dingen kam aber schon sein Herdenschutz-Sturheits-Gen durch. So macht er bis heute kein „Sitz“. Er stoppt auf dem Punkt, er macht „Platz", er hört sehr gut auf „Weiter“, „Warte“ und „zu mir“, aber sitzen keine Chance. Wir dachten zunächst, dass ihm das Sitzen aus irgendeinem anatomischen Grund nicht behagt, aber wenn er will setzt er sich und bleibt auch länger in der Position. 
Das beschreibt Yedi ziemlich gut. Bei manchen Dingen, oder in manchen Situationen geht einfach nichts, weil er das aus irgendeinem Grund so entscheidet. Wir haben entschieden ihm es da, wo es keine Probleme macht durchgehen zu lassen. So wird er uns nie in Situationen begleiten, wo viele Menschen sind und viele laute Geräusche und das muss er auch nicht.

Nach ca. einem Jahr wendete sich das Blatt. Er ist deutlich weniger ängstlich, fordert uns regelmäßig zum Spielen auf, wobei Suchspiele, Rangelspiele und Fang-Nachlaufspiele zu seinen Lieblingen gehören. Er möchte uns immer begleiten und ehemalige Schwierigkeiten, wie Gitter auf dem Boden oder sich automatisch öffnende Türen meistert er inzwischen super. In diesem Zuge wurde er aber auch ein wenig frecher und wir hatten ein paar neue Erziehungsaufgaben, Postboten verbellen, mit Füchsen im Wald Fangspiele spielen, Besuch anknurren … , da mussten und müssen wir ihn immer wieder erinnern und zeigen, wie das hier im Zusammenleben gut funktionieren kann.
Da Yedi einfach nie aggressiv ist und sehr verträglich mit anderen Vierbeinern (außer Katzen) gibt es Herausforderungen, aber keine wirklichen Probleme.

Inzwischen hat er 3 Lieblingsmenschen, meinen Mann nach wie vor um Neues zu entdecken und zu meistern und mich, wenn es ihm mal nicht so gut geht, wir zum Tierarzt müssen, Krallen schneiden, Zähne putzen, oder er einen dieser Tage hat mit einem unstillbaren Kuschel- und Streichelbedürfnis, - da ist mein Mann auch mal abgemeldet und sein „best buddy“ , einen unserer Söhne, den er sehr liebt.

Er war dieses Jahr zum zweiten mal mit uns im Urlaub auf Sardinien, was ihn begeistert. Sobald er die „schreckliche“ Nachtfähre überstanden hat, - da darf er als große Ausnahme bei mir im Kabinenbett schlafen, kommt er im Ferienhaus an und man merkt deutlich wie es ihm dort gefällt. Im Juni ist der kleine Strand bei uns am Abend menschenleer. Da trifft er sich jeden Tag mit seinen beiden Kumpels, einem Hund von Freunden und ein Streuner und die 3 toben herum bis es dunkel wird. Trotz Lieblings-Leckerlies geht der wasserscheue Kerl nur maximal bis zum Bauch ins Wasser, aber wir bleiben dran, nächstes Jahr mit Schwimmweste.

Es ist, als hätten Hund und Familie sich finden müssen. Auch vom Temperament passt es perfekt mit uns, zusätzlich zu den täglichen Spaziergängen und Spielen ist immer wieder was los, aber eben nicht zu viel und auch mal ruhiger. Das scheint ihm gut zu entsprechen.

Wir möchten uns nochmal ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Ein Leben ohne Yedi ist nicht mehr vorstellbar.

Mit lieben Grüßen von
Bettina, Wolfgang und Yedi 🐾

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