Partnerverein von
Animal Care Austria für Ungarn

Barney

Liebe Frau Winkels-Kolinko!

Nun haben wir also die erste Nacht überstanden. Ich muss mich bei der Tiertrainerin, Frau Szylvia, für die gute Vorarbeit bedanken – denn ohne diese hätten wir ein paar Probleme gehabt ;-) Barney hat sich auf der Heimreise mustergültig verhalten, er war mit der Leine an eine Halterung im Auto festgemacht, damit er beim Öffnen des Autos nicht herausspringen kann – nur hat niemand daran gedacht, dass zwar die Leine hält – aber das Halsband, das er mitbekommen hatte, nicht! In weiser Voraussicht hatte ich das Gartentor zuerst geschlossen, ehe ich vorsichtig die Autotüre öffnete – der Hund war schneller. Ein Satz und das Halsband riss und der Hund war im Garten. Ich zwang mich zur Ruhe, ging langsam auf ihn zu, aber er wich mir geschickt aus, lief aber nicht vor mir weg. Nach einigen vergeblichen Versuchen liess ich Hund Hund sein, ging langsam ins Haus – er folgte mir bis zur Tür, blieb aber davor stehen. Ich ging hinein, liess die Tür offen, holte Futternapf und Futterdose und gab zwei Löffel duftendes Hundefutter in die Schüssel. Die Schüssel stellte ich direkt vor die offene Eingangstüre und wartete. Er zögerte, aber der Duft war unwiderstehlich. Er schnappte sich zwei Bissen aus der Schüssel. Da rückte ich die Schüssel etwas näher in den offenen Eingang und er folgte der Schüssel. Und schwupps, war er im Vorhaus und die Tür war zu… Einmal im Haus war er überhaupt nicht ängstlich – er scheint einfach Schwellenangst zu haben. Auch fürchtet er sich, wenn ich nach der Leine greife – als wäre er einmal damit geschlagen worden. Er lässt sich aber die Leine widerspruchslos anlegen, wenn man sie über den Boden schleift. Er hat nun ein altes Halsband von meinem früheren Hund an, das sitzt auch sehr fest und ist massiver. Ich werde ein neues Halsband kaufen und nach Ungarn zurückschicken. Wir haben gestern noch fleissig das Aus- und Eingehen mit der Haustüre geübt. Einfach Leine anlegen, und langsam durch die Türe hinaus – das klappt wunderbar. Eine Runde durch den Garten (wir haben ja ein sehr grosses Grundstück und alles hundegerecht) und wieder zur Eingangstüre. Beim letzten Mal vor dem Schlafengehen stieg er schon allein die zwei Stufen zur Türe hoch, aber die Tür war noch geschlossen. Als ich die Türe laaaangsam öffnete, erschrak er wieder und ich musste ihn die zwei Stufen hinaufheben. Heute morgen ist dann der Groschen gefallen. Er wartet, bis ich die Türe öffne und stürmte dann hinein… Lektion gelernt.

Ja, heute nacht passierte das unvermeidliche Unglück und ich fand um 5 Uhr früh einen prächtigen Haufen mitten im Esszimmer und eine riesige Lache unter dem Fenster… und er hat gewusst, was er gemacht hat und hat sich geschämt!!! Um 7 Uhr hole ich immer die Zeitung vom Gartentor ab, heute morgen ging Barney mit, an der Leine. Dann haben wir gleich wieder einen Gartenrundgang drangehängt und er hat sich endlich gelöst. Er wurde ausgiebigst gelobt und danach gabs Frühstück für alle. Danach machten wir einen ordentlichen Morgenspaziergang in unserem Gässchen und er setzte noch zweimal Kot ab. Er geht ganz nahe an meinem Fuss und lässt sich weder von einem vorbeifahrenden Auto noch von keifenden Hunden in anderen Gärten beeindrucken. Ich rede mit ihm ununterbrochen, damit er sich an meine Stimme gewöhnt. Er lernt und er ist schnell von Begriff.

Mit den Katzen kommt er wunderbar klar. Meine Katzen sind ja so einen schwarzen Wuschel als Hund gewöhnt, und so hat es sie überhaupt nicht verwundert, dass da wieder einer ist. Der Hund hat sich vollkommen neutral verhalten und so hat es gar nicht lange gedauert, bis er zusammen mit den Katzen im Vorzimmer gelegen ist. Sogar meine ganz scheue Katze mag ihn und liegt bei ihm.

So, das war nun unser erster gemeinsamer Tag (oder eher unsere erste gemeinsame Nacht). Ich bin sehr glücklich, dass ich Barney bekommen habe, er ist genau das, was ich mir vorgestellt habe!

Ich habe drei Bildchen angehängt, die den Fortschritt von Barney zeigen :) Die Aufnahmen entstanden innerhalb weniger Stunden. (Die Gittertüre ist die Türe zum Computerzimmer)

 

Liebe Frau Winkels-Kolinko,

Letzte Neuigkeiten: er gibt unaufgefordert Pfote, er gibt Bäuchlein zum Kraulen und er benützt sein schönes neues Hundebett. Und er versteht „geh auf deinen Platz“ so wie er auch das Handzeichen für „Platz“ versteht. Dieser Hund überrascht mich stündlich mit neuen Dingen. Ich lerne es ihm nicht – er macht es einfach von selbst!!!

 
Mit herzlichen Grüssen
 
Waltraud Novak
Athabaske's Maine Coons

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